Ein Tag in Wellington

Nach der ganzen Fahrerei in den vergangenen Tagen tut es mal ganz gut, einen Tag „zu Hause“ in Wellington zu verbringen. Also die „Snapper Card“ geschnappt und ab mit dem Bus!

Die Karte wird mit Guthaben aufgeladen und beim Einsteigen in den und beim Aussteigen aus dem Bus hält man die Karte kurz auf ein Lesegerät und kann absolut sorgenfrei fahren, ohne Kleingeld, ohne Orientierungsprobleme in einem Tarifdschungel. Vorausgesetzt, man hat Guthaben drauf und vergisst nicht, beim Aussteigen auszuchecken. Genial, zumal das Snappersystem automatisch den günstigsten Tarif errechnet. Allerdings, auch das muss gesagt werden: Noch einfacher ist das Deutschlandticket! Allerdings geht man mit der Snapper Card kein monatliches Abo ein, was für Leute wie mich, die nur relativ selten mit dem Bus fahren, natürlich günstiger ist. It’s all about choices, so sagt man hier.

Heute standen einige Besorgungen auf meiner Tagesordnung. Mitbringsel für die „mokopuna“, also die Lütten zuhause, Auffüllen der Kaffee- und sonstigen Vorräte sowie ein oder zwei Hemden im Sommerschlussverkauf.

Dieser Tiki aus hunderte Jahre altem Kauri-Holz hatte es mir angetan, so dass ich an dem nicht vorbeikam. Die Māori pflegen den Glauben, dass so ein Tiki, dauerhaft um den Hals getragen, wie ein guter Geist wirkt, weil er die Weisheit der Vorfahren in sich sammelt und aufbewahrt. Fasst man den Tiki an, kann man das vielleicht mit dem Anschließen eines Ladekabels an das Mobiltelefon vergleichen. Man wird quasi mit den Vorfahren verbunden, z.B.: „Was hätte Opa wohl bloß in dieser Situation gemacht?“ 🙂

Als ich dann durch die Stadt schlenderte, fiel mir erneut auf, dass etliche der ansonsten eher hässlichen Fassaden größerer und kleinerer Gebäude mit großformatigen „Kunstwerken“ verziert werden. So wird aus einem „eye sore“ ein „eye candy“.