Auch darauf habe ich mich seit längerem gefreut. Auf der Radtour vom Stadtteil „Brooklyn“, wo ich früher mal kurzzeitig auch gewohnt hatte, zum Makara Beach müssen „nur“ 20km einfache Entfernung zurückgelegt werden. Allerdings sollten manche dieser 20 Kilometer doppelt zählen dürfen, denn die sehr starken bis gelegentlich extrem starken Steigungen haben es in sich, selbst mit kräftiger Unterstützung durch den Motor des E-Bikes. Wellington besteht nun einmal aus Hügeln und Tälern, fast jeder Stadtteil liegt in einem eigenen Valley. Mit dem Auto merkt man das nicht so, aber mit dem Fahrrad schon.
Irgendwo ganz hinten sieht man das Meer, ein ganz kleines Stück davon. Aufgenommen ist das Foto vom „Gipfel“ des Karori Hill, wobei Karori ein Stadtteil ist. Bis zum Strand, das weiß ich jetzt, sind es noch ziemlich exakt 10km. Meist bergab. Ungebremst kommt man bei der Abfahrt schon mal auf Geschwindigkeiten von 50km/h oder mehr.Makara Beach ist eine Perle der Natur – ursprünglich, wild und rau. Hier ist es immer windig und zum Baden kommt hier niemand her. Aber zum Entspannen, umrahmt von Natur, kommen hier viele Leute her, so auch wir, mein Freund T. und ich. Über eine Stunde saßen wir auf einem der vielen angeschwemmten Baumstämme, schauten auf die Cook Straight hinaus, freuten uns darüber, dass das Regenband, ganz hinten im Bild, an der Küste der Südinsel blieb und nicht etwa zu uns herüberkam. Vor allem aber haben wir die ungestörte Ruhe für den Austausch von Gedanken genutzt. Es war eine wunderbare Stunde.Auf dem Rückweg dann, ziemlich gleich nach dem Beach, wurde ich auf diesen interessanten Zaun aufmerksam: alles aus Paua-Muscheln! In der Form ist so ein Zaun auch in Neuseeland nicht oft anzutreffen. Auch der Briefkasten ist ein Heranzoomen wert!Makara Beach ist abgelegen, zwar nur eine Stunde mit dem Rad von Wellington entfernt, aber eben doch abgelegen. Gelegentlich ein Auto, mal der eine oder andere Tourist – hier ist die Natur noch ziemlich intakt! Wenn man hier einen Moment still verharrt, bekommt man viel „auf die Augen und Ohren“. Wie den munteren Gesellen unten, der gerade einen kleinen Fisch verschluckt hat und sich jetzt putzt und sein Gefieder trocknet. Wenn man genau hinschaut, sieht man sogar die kleinen Wassertropfen fliegen.
Die „Aro Bakery“ bildete den Schlusspunkt der Tour, Lunch war angesagt. Die „Aro Bakery“ gibt es schon ewig, sie ist ein Treffpunkt, nicht nur im Univiertel, aber auch für Menschen, die sehr gutes Brot mögen oder, wenn sie hier leben, die gutes Brot doch eher doll vermissen. Sauerteigbrote bsw gibt es nur in den Bäckereien, die von Deutschen oder Schweizern betrieben werden. Da trifft man dann die Brotcommunity von Wellington. Und was soll ich sagen: Ich saß da mit T. zum Lunch und wer läuft vorbei? Mein Freund N. mit seiner Tochter J.